Depressive Verstimmung beeinflusst das Wohlbefinden – auch die des Partners.

Seelische Verstimmungen dauern häufig nur wenige Tage oder Wochen an. Wenn sich daraus jedoch eine Depression entwickelt, belastet das nicht nur die betroffenen Personen. Auch Partner und Angehörige stehen dadurch unter einer permanenten psychischen Belastung. Besonders für nahestehende Personen ist es schwer mitzuerleben, wie ein Mensch, der in der Vergangenheit eventuell sogar lebensfroh und unbeschwert war, plötzlich oder schleichend in ein tiefes seelisches Loch fällt.

Das psychische Risiko für Angehörige wird meist unterschätzt. Rund 40 Prozent aller Partner von depressiv erkrankten Personen leiden selbst an negativen Stimmungen. Zudem entwickeln sich nicht selten Schuldgefühle, da sie sich selbst mitverantwortlich für die gesundheitliche Verfassung des Partners fühlen.

Fachkräfte empfehlen, sich nicht selbst mit dieser Situation zu überfordern, sondern auch für sich selbst zu sorgen. Aus diesem Grund werden an dieser Stelle Entspannungs- und Meditationsübungen nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angehörigen nahegelegt. Ebenso wird die Einbindung des Partners in die Therapie empfohlen. Hierdurch soll ein tieferer Austausch auf Augenhöhe und ein besseres Verständnis für die Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten gefördert werden. Angehörige, die über Ursachen und Hintergründe einer psychischen Erkrankung Bescheid wissen, fällt es leichter, Betroffene zu unterstützen.

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Veröffentlicht am: 12. April 2023

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